Newsletter erstellen: 8 Tipps für Versicherungen

Es ist gar nicht so einfach, erfolgreiches Newsletter Marketing zu machen. Aber dafür ist es umso wichtiger. In diesem Artikel werde ich veranschaulichen, worin das Problem und die Herausforderungen für Newsletter Marketing in der Versicherungsbranche liegen – und einen Lösungsansatz präsentieren.

Ausgangslage

Die Deutschen lieben Versicherungen. Und auch wenn wir dafür häufig belächelt werden, hat es oftmals doch so seine Vorteile. Im Fall der Fälle können einem einige Kosten erspart bleiben.

Dennoch haben Versicherungsanbieter selbst häufig keinen außerordentlich guten Ruf. Neben vielerlei Klischees hört man Leute oftmals sagen, sie verlieren dann und wann den Blick dafür, was eigentlich notwendig ist und was nicht. Das liegt vermutlich nicht zuletzt daran, dass man sich mit diesem Thema aus reiner Vernunft auseinandersetzt. Denn so wirklich spannend ist es leider eben nicht. Diesem Ruf versuchen bereits viele Versicherungsanbieter seit geraumer Zeit mit origineller Werbung entgegenzuwirken.

Doch klassische Werbung verliert immer mehr an Wirkung. Im Zeitalter der Digitalisierung und Individualisierung möchte jeder persönlich und individuell angesprochen werden. Newsletter Marketing ist die optimale Lösung dafür, sofern es richtig angewendet wird. In diesem Artikel geben wir Ihnen acht wertvolle Tipps zum Newsletter erstellen, damit Ihre E-Mail Kampagnen auch in Ihrer Branche ein voller Erfolg werden.

Die Herausforderung für Newsletter Marketing in der Versicherungsbranche besteht darin, den stark informativen Charakter, den sowohl Newsletter als auch die Industrie generell bereits haben, nicht noch zu verstärken. Wenn man Dinge bewirbt, macht man dies optimalerweise über die emotionale Ebene. In der Versicherungsbranche geht es vor allem um Fakten. Außerdem sind die Empfänger dem Thema vermutlich eher kritisch geneigt. Sie auf emotionaler Ebene zu erreichen ist demnach bei dieser Dienstleistung sehr viel schwieriger als bei den meisten Produkten oder Dienstleistungen. Da haben es Reisebüros, Autohersteller und Schmuckdesigner leichter als Sie!

Eine Pattsituation? Gewiss nicht.

Betrachten wir die Problemstellung und die Herausforderung, erkennen wir, dass dort der Kern liegt. Indem genau dies gelöst wird, können Sie als Versicherer mehr Vertrauen und eine emotionale(re) Bindung zu Ihren Kunden oder potenziellen Kunden aufbauen.

Wo liegen die Chancen im Newsletter Marketing für Versicherungen?

Der Unterschied vom Newsletter Marketing zu klassischer Werbung oder auch zu Social Media Marketing ist, dass Sie in direktem Kontakt mit Ihrem Kunden stehen. Das kann sich als enormer Profit für einen Versicherer zeigen, wenn Newsletter Marketing richtig eingesetzt wird. Befolgen Sie beim Newsletter erstellen folgende Tipps, wird Ihre Kampagne allerdings mit Sicherheit ein voller Erfolg.

1. Personalisieren Sie Ihre Kampagnen

Wenn Sie ein Newsletter Tool verwenden, können Sie im Handumdrehen Filterkriterien anlegen und so Ihre Kampagnen personalisieren. Wenn Sie einen Newsletter erstellen, sollten Sie darauf nie verzichten. Damit vermeiden Sie Streuverluste und verringern die Gefahr, dass Ihre Empfänger sich von Ihrem Newsletter abmelden, weil die Themen sie nicht interessieren.

2. Analysieren Sie die Resultate

Außerdem können Sie die Erfolge direkt messen. Anders als beispielsweise bei TV Werbung sehen Sie beim Newsletter Marketing direkt die Wirkung Ihrer Kampagnen. So können Sie auswerten, ob Ihre Maßnahmen das gewünschte Ziel erreicht haben oder nicht. Falls nicht, können Sie anhand der Vielzahl an Kennzahlen erkennen, wo das Problem lag. Das erlaubt Ihnen bereits Ihre nächste Kampagne anzupassen und Ihre Resultate zu optimieren, sobald Sie den nächsten Newsletter erstellen.

3. Sachverhalte vereinfacht darstellen

Versuchen Sie Ihren Empfängern durch den Versicherungsdschungel zu helfen.
Dies geht zum Beispiel, indem Sie komplizierte Sachverhalte vereinfacht (beispielsweise mit Comics) erklären.

Selbstverständlich geht das nicht mit allen Details und soll kein Ersatz für eine Beratung oder dergleichen sein. Es geht lediglich darum, spielerisch ein Verständnis zu schaffen oder darauf hinzuweisen, worum es geht. Daraufhin kann beispielsweise eine Seite auf Ihrer Homepage oder ein PDF Dokument verlinkt werden, welches den Sachverhalt umfassend erläutert. Oder Sie geben Kontaktdaten an, unter welchen ein persönlicher Termin für eine Beratung vereinbart werden kann.

4. Content mit Mehrwert

Je nachdem was Ihr Fachgebiet ist oder für welchen Newsletter Ihr Kunde sich angemeldet hat, können Sie relevanten Content liefern. Angenommen Sie sind eine Krankenkasse.
Nutzen Sie den Newsletter, um Tipps zum Thema “Gesund leben” zu liefern. Das muss nicht plakativ sein. Das kann auch einfach geschehen, indem Sie beispielsweise jede Woche ein Rezept in Ihren Newsletter einbinden. Genauso gut können Sie über Sportkurse informieren und gegebenenfalls welche vorstellen, die (teilweise) von der Krankenkasse übernommen werden.

Wenn es speziell um Reiseversicherungen geht, informieren Sie, in welchem Land welche Regeln gelten. Erläutern Sie, wie die Vorgehensweise im Falle von verlorenem Gepäck ist. Die Möglichkeiten sind unfassbar vielfältig. Im Grunde geht es nur darum, dass Sie Ihrem Empfänger einen Mehrwert bieten. Etwas, das die Kundenloyalität und die Wechselbarriere erhöht. Indem Sie Newsletter erstellen, die auf Ihre Empfänger zugeschnitten sind, binden Sie diese an sich.

5. Berichten Sie von Events und Ereignissen

Zeigen Sie sich von Ihrer persönlichen Seite und lassen Sie Ihre Kunden sehen, dass es sich bei seinem Versicherer um Menschen handelt.. Berichten Sie von Veranstaltungen, ob internes Mitarbeiterfest oder externer Kundenanlass. Zeigen Sie Ihren Kunden, wer hinter der Versicherung steckt.
Sie können ein Foto von dem Firmenjubiläum mit einem kurzen Textausschnitt in Ihren Newsletter einbinden. Oder waren Sie vielleicht Sponsor einer Veranstaltung? Dann können Sie darauf eingehen.

6. Klären Sie auf

Es haben sich Vorschriften, Regelungen, Gesetze oder dergleichen geändert? Dann berichten Sie es Ihren Kunden. Sie können aktuelle Themen ansprechen, die konkret mit der Versicherungsbranche zu tun haben. Wenn beispielsweise bestimmte Leistungen gestrichen oder ergänzt werden, oder wenn zwei Versicherungen fusionieren, kann dies für Ihre Newsletter Empfänger interessant sein. Weiterhin gibt es sicherlich viele andere News, die Ihre Themenbereiche von außen beeinflussen. Das kann der Erlass eines neuen EU-Gesetzes sein, welches die Reisebedingungen ändert, oder ein Bericht über aktuelle Unfallstatistiken. Eben Dinge, die Ihre Kunden im Zusammenhang mit der Versicherung interessieren.

7. Setzen Sie auf Humor

Das Thema Versicherungen ist bereits ein sehr ernstes Thema. Niemand möchte gerne eine Versicherung in Anspruch nehmen. Schließlich bedeutet das eigentlich stets, dass etwas schief gelaufen ist. Das muss nicht zwingend etwas Dramatisches sein, aber gut ist es trotzdem nicht. Glücklicherweise werden viele Ihrer Versicherten nur sehr selten davon Gebrauch machen müssen, was für diese wiederum die Frage aufwirft, ob diese Versicherung und die damit verbundenen Kosten tatsächlich notwendig sind. Um von dieser Frage sowie von der Ernsthaftigkeit des Themas abzulenken, können Sie versuchen, dem Thema eine Prise Humor zu verschaffen.

Sie haben einen lustigen Werbespot? Super! Dann binden Sie ihn doch einfach in den ein oder anderen Newsletter mit ein. Nicht jeder schaut Fernsehen und so lenken Sie Ihre Empfänger direkt auf Ihr Meisterwerk.

8. Achtung Spam!

Ein letzter, aber sehr wichtiger Punkt ist das Thema Spam. Um nicht im Spam Ordner zu landen, gibt es verschiedene Tipps, die Sie versuchen sollten zu befolgen. Leider ist keiner davon ein Garant für 100%-ige Zustellbarkeit, aber die Chancen wachsen in jedem Fall immens.
Zunächst einmal ist es wichtig, dass Sie beim Newsletter erstellen den Abmeldelink gut sichtbar platzieren. Versuchen Sie nicht Ihre Empfänger zu behalten, indem Sie sie mit einem verdeckten Abmeldelink verwirren. In dem Fall werden Sie sie einfach als Spam markieren und darunter leidet Ihre Senderreputation. Das kann zur Folge haben, dass Sie in Zukunft bereits von den E-Mail-Providern als Spam identifiziert und direkt in den Spam-Ordner verfrachtet werden.

Darüber hinaus gibt es einige Wörter, die als sogenannte Spam Wörter gelten. Im Endeffekt sind dies hauptsächlich Wörter, die eine Dringlichkeit ausdrücken, einen stark werblichen Charakter haben oder suspekt erscheinen. Unten finden Sie eine Liste mit einer Übersicht für diese Wörter. Versuchen Sie in jedem Fall, diese im Betreff und auch im Inhalt der Nachricht zu vermeiden.

12 typische Spam-Phrasen in Newslettern.

Und die Moral von der Geschicht’…

Fassen wir noch einmal die wichtigsten Punkte zusammen. Fokussieren Sie sich auf wertvollen Content, der Ihrem Leser einen Mehrwert bietet. Fragen Sie sich, was die Leute bewegt, was sie wissen möchten und nehmen Sie das ganze Thema auch ruhig mal von seiner lustigen Seite.
Die Mischung macht’s… Wenn Sie den Kunden in den Fokus setzen, kann eigentlich nichts mehr schief gehen. Sofern Sie eine professionelle Newsletter Software verwenden, müssen Sie sich auch nicht um das technische Know-How kümmern. Stattdessen können Sie sich ganz auf den redaktionellen Part fokussieren.

Wir wünschen Ihnen viel Erfolg!

Selbstaendig-in-Mitteldeutschland.de für Beratung, Coaching und Weiterbildung - Blogcover zum Thema Newsletter für Versicherungen

Christian Allner

Christian Allner

Als Schrift-Architekt hilft Christian Allner seit 2011 KMUs aus der Region Mitteldeutschland darin, besser und erfolgreicher zu kommunizieren. Mit verschiedenen Bildungsträgern bietet er zudem Seminare und Workshops für Unternehmen und Interessierte an.
Seit 2016 ist er Vorsitzender des Verbandsausschusses BDS-Online für den BDS Sachsen-Anhalt.

Daneben schreibt er u.a. für Social Media Statistiken und podcastet bei #Onlinegeister. Begeisterter Hobbykoch.
Christian Allner


*inkl. Dankeschön auf der nächsten Seite

Christian Allner

Als Schrift-Architekt hilft Christian Allner seit 2011 KMUs aus der Region Mitteldeutschland darin, besser und erfolgreicher zu kommunizieren. Mit verschiedenen Bildungsträgern bietet er zudem Seminare und Workshops für Unternehmen und Interessierte an. Seit 2016 ist er Vorsitzender des Verbandsausschusses BDS-Online für den BDS Sachsen-Anhalt. Daneben schreibt er u.a. für Social Media Statistiken und podcastet bei #Onlinegeister. Begeisterter Hobbykoch.

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