Gründertum im Vergleich – Wie gründet man in Deutschland und den USA?

Immer mehr Deutsche entscheiden sich dafür, ein Unternehmen zu gründen. Das liegt nicht zuletzt daran, dass Deutschland dank eines stetigen Konjunkturwachstums und dem Status als Innovations-Weltmeister optimale Voraussetzungen bietet. Trotzdem wagen viele den Schritt in die SeSelbstständigkeitetztendlich nicht und vor allem Frauen scheuen nach wie vor das Risiko. Doch was genau braucht es, um erfolgreich zu gründen? Ein Vergleich zwischen dem kalifornischen Silicon Valley und der deutschen Gründerszene gibt nähere Einblicke in die Welt der Entrepreneure.

Erfolgreich gründen – wie geht das?

Auf einer interaktiven Grafik von RS Components werden die erfolgreichsten Gründer aus dem deutschsprachigen Raum sowie ihre Pendants aus den Vereinigten Staaten gründlich analysiert, um Schlüsse darüber ziehen zu können, was einen erfolgreichen Unternehmer ausmacht. Dafür wurden verschiedene Aspekte näher betrachtet, wie zum Beispiel demografische Daten, der Bildungsabschluss, wo dieser absolviert wurde und vor allem, ob sich eher auf eine oder mehrere Unternehmensgründungen fokussiert wurde. Das Ergebnis ist eine „Gründerformel“, der zufolge der „typische“ Gründer bzw. die „typische“ Gründerin:

  • einen Master-Abschluss in Süddeutschland erworben hat
  • bei der Gründung zwischen 25 und 31 Jahre alt war
  • sich auf nur ein Unternehmen fokussierte
  • meist mit einem weiteren Mitbegründer oder einer weiteren Mitbegründerin zusammenarbeitet

Des Weiteren zeigt die Auswertung: Der Großteil der Gründer ist männlich.

Die perfekte Gründerformel | RS Components

Wir haben die 50 erfolgreichsten Gründer aus dem amerikanischen Silicon Valley mit den 50 erfolgreichsten aus Deutschland verglichen, um die perfekte Gründerformel zu errechnet. Was braucht’s zum Unternehmer?

Weniger Frauen als Männer in der Gründerszene

Betrachtet man die Bedingungen für Gründer, fällt auf, dass sowohl hierzulande als auch im Silicon Valley Frauen mit Gründungsabsichten vor zusätzlichen strukturellen Herausforderungen stehen, die sich insgesamt negativ auf ihre Partizipation am Unternehmertum auswirken. Hier gab Claudia Große-Leege, Geschäftsführerin des Verbands deutscher Unternehmerinnen (VdU) eine Einschätzung:

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„Zum einen ist es so, dass in den sogenannten MINT-Berufen Frauen weniger präsent sind. Zudem höre ich immer wieder von Gründerinnen, dass die Startup-Szene von einer Macho-Kultur geprägt ist, in der alte Mechanismen eine Rolle spielen.“

Darüber hinaus kommt der letzte Gründerreport des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) zu dem Ergebnis, dass potenziellen Gründerinnen ein weiterer Aspekt noch häufig Kopfzerbrechen bereitet: Die Familienplanung. Zwar sind 44 Prozent der Teilnehmer an der IHK-Gründungsberatung weiblich, jedoch setzt ein Großteil das Vorhaben letztendlich doch nicht um. Der Report berichtet ebenfalls, dass seit Jahren der Gründerinnen-Anteil nicht über 30 Prozent hinauskommt.

US-amerikanische Gründer: Kurze Studienzeiten und älter beim Gründen

Vergleicht man die Gründer aus der interaktiven Grafik, stellt man fest, dass einer der größten Unterschiede der Gründungszeitpunkt ist. Viele GründerInnen aus dem deutschsprachigen Raum rufen ihre eigene Firma bereits mit Ende 20 ins Leben, wohingegen US-amerikanische Gründer erst mit Ende 30 an diesem Punkt stehen.

Bei Betrachtung der Bildungsniveaus wird deutlich, dass viele US-amerikanische GründerInnen „nur“ Bachelor-Abschlüsse akquirieren; die wenigsten von ihnen besuchen eine Eliteuniversität. Deutschsprachige Entrepreneure weisen im Durchschnitt höhere Abschlüsse auf, wie beispielsweise einen Master-Abschluss oder Doktortitel.

Aleksandar Kovacevic

Content Marketing Manager bei Peak Ace AG
Nachdem Aleksandar sein Studium der Sozialwissenschaften und Sozialpsychologie an der Universität zu Köln beendet hat, zog er nach Berlin, um sich dort selbstständig zu machen.

Mit 24 Jahren eröffnete er eine kleine Kommunikationsagentur die er zwei Jahre lang führte, bevor er zu einer größeren Agentur wechselte, um seiner Leidenschaft nachzugehen.

LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/aleksandarkovacevic33/

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*inkl. Dankeschön auf der nächsten Seite

Aleksandar Kovacevic

Nachdem Aleksandar sein Studium der Sozialwissenschaften und Sozialpsychologie an der Universität zu Köln beendet hat, zog er nach Berlin, um sich dort selbstständig zu machen. Mit 24 Jahren eröffnete er eine kleine Kommunikationsagentur die er zwei Jahre lang führte, bevor er zu einer größeren Agentur wechselte, um seiner Leidenschaft nachzugehen. LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/aleksandarkovacevic33/

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