4 Tipps für Shopsysteme – Was ist bei der Gründung zu beachten?

Unternehmen müssen spätestens bei der Onlineshops-Einrichtung ein Shopsystem auswählen. Wir zeigen Ihnen, wie Sie die richtige Entscheidung treffen.

Als Unternehmensgründer im E-Commerce müssen Sie sich früher oder später die Frage stellen, wie Sie die eigenen Produkte im Internet präsentieren und verkaufen möchten. Dabei ist die Wahl des Shopsystems entscheidend – denn die Einkaufserfahrung sollte nicht nur den Ansprüchen des Unternehmens, sondern auch denen des Kunden gerecht werden. Anhand des Shopsystem-Guides 2020 des Online-Payment-Anbieters Mollie geben wir Ihnen Tipps, was bei der Wahl des richtigen Shopsystems für Ihren neuen Onlineshop wichtig ist.

Tipp #1: Informieren Sie sich über die einzelnen Shopsystem-Formen

Es gibt eine Vielzahl von Shopsystemen auf dem Markt. Als Unternehmer können Sie zwischen mehreren Optionen wählen:

Wenn Sie sich gerade in der Anfangsphase Ihrer Unternehmensgründung befinden, empfiehlt sich eine unkomplizierte SaaS-Lösung. Das Cloud-basierte Shopsystem können Sie bereits fix und fertig anmieten. Es versorgt Ihre Kunden mit allen nötigen Features. Open-Source- und On-Premise-Shopsysteme hingegen sind etwas aufwändiger. Dafür können Sie damit Ihr Shopsystem nach Ihren eigenen Wünschen gestalten.

Eine individuell anpassbare Nutzeroberfläche und erhöhte Sicherheitsstandards eignen sich besonders für größere Unternehmen. Falls Sie also über größeres Eigenkapital verfügen und mehrere Produkte anbieten, lohnt sich eine Investition in eines dieser Shopsysteme.

Wie entscheiden sich hier Unternehmen in Deutschland? Katharina Meran, Geschäftsführerin von Mollie Deutschland erklärt:

„Unsere Datenauswertung hat ergeben, dass Magento, WooCommerce, Shopify und Wix besonders beliebt bei deutschen Unternehmen sind.“

Tipp #2: Passen Sie Ihre internen Ressourcen dem Shopsystem an

Bei einem Shopsystem ist nicht nur die Anwendung, sondern auch die Anschaffung an sich ein großes Kriterium. Denn je nach Shopsystem variiert der Preis und auch der Installationsaufwand sehr stark. Während gängige SaaS-Lösungen kostenfrei erhältlich sind, können Sie bei einem Open-Source-Shopsystem mit Kosten bis zu 20.000 EUR rechnen. On-Premise-Lösungen werden meist als monatliches Paket gebucht. Dafür fallen für gewöhnlich Kosten zwischen 200 und 600 EUR an. Ebenfalls sollten Sie nicht außer Acht lassen, dass alle Shopsysteme – bis auf die Komplettlösung SaaS – einen hohen Programmieraufwand verursachen. Sie sollten also im Vorhinein abklären, ob Sie einen Entwickler im Team haben, der sich dieser Aufgabe gewachsen fühlt.

Tipp #3: Überdenken Sie Ihre langfristige E-Commerce Strategie

Sie starten mit einem Produkt, planen aber zukünftig eventuell eine Expansion in Nachbarländer mit größerer Produktpalette? Dann wäre vermutlich ein flexibles Shopsystem für Sie die beste Wahl. Hier können Sie zwischen einer kombinierten Lösung, bestehend aus Open-Source und On-Premise, und einem Shopsystem mit kombinierten SaaS- und Open-Source-System wählen. Beliebte Anbieter in Deutschland sind Magento 2, Prestashop, Shopware und BigCommerce. Die Flexibilität Ihres Shopsystems hilft Ihnen dabei, Ihre wachsenden Ansprüche perfekt zu skalieren. Starten Sie zum Beispiel mit dem Verkauf eines Produkts und einem einfachen SaaS-Shopsystem, können Sie einige Zeit danach auf eine Open-Source-Lösung upgraden und Ihre Produktauswahl dementsprechend anpassen.

Tipp #4: Fragen Sie sich, was sich Ihre Kunden von dem Einkaufserlebnis erwarten

Ihr Shopsystem ist richtig gewählt, wenn es sich nicht nur umsatzfördernd auf das Unternehmen auswirkt, sondern Ihnen auch hilft, einen fixen Kundenstamm aufgrund eines guten, digitalen Einkaufserlebnisses aufzubauen. Dieser Aspekt ist besonders beim Check-out-Prozess wichtig. Dort sollten Sie eine besonders gute User Experience (UX) garantieren, damit im Kunden keine möglichen Zweifel an seiner Bestellung aufkommen. Dabei ist es wichtig, dass Ihr Shopsystem mit einer ganzheitlich positiven UX aufwartet. Entscheidend ist, dass Sie wissen, was Ihre Kunden beim Online-Einkauf erwarten.

Bieten Sie beispielsweise ein komplexes Produkt an, sollten Sie eine individuell gestaltete Nutzeroberfläche in Ihrem Shopsystem anbieten, das Addons je nach Kundenwünschen zulässt. Es muss gewährleistet sein, dass der Kunde möglichst unkompliziert jeden Schritt des Bestell- und Bezahlvorgangs tätigen kann, ohne dabei offene Fragen an das Produkt oder den Einkauf zu haben. Auch hier sind die Größe und Ihr anfängliches Budget entscheidend, um die richtige Entscheidung zu treffen.

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Christian Allner

Als Schrift-Architekt hilft Christian Allner seit 2011 KMUs aus der Region Mitteldeutschland darin, besser und erfolgreicher zu kommunizieren. Mit verschiedenen Bildungsträgern bietet er zudem Seminare und Workshops für Unternehmen und Interessierte an. Seit 2016 ist er Vorsitzender des Verbandsausschusses BDS-Online für den BDS Sachsen-Anhalt. Daneben schreibt er u.a. für Social Media Statistiken und podcastet bei #Onlinegeister. Begeisterter Hobbykoch.

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